Was möchte ich über meine Website wissen?
Eine Website-Statistik soll mir konkrete Fragen beantworten:
- Welche Seiten und Angebote werden gelesen?
- Woher kommen die Besucher:innen?
- Wie läuft meine Kampagne – bringt mein Newsletter oder meine Anzeige Besuche auf die gewünschte Seite?
- Wird auf die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse oder eine wichtige Schaltfläche geklickt?
Dafür brauche ich nicht möglichst viele Daten, sondern eine Auswertung, die ich verstehe und im Alltag nutzen kann. Viele Seitenaufrufe allein sind noch kein Erfolg. Entscheidend ist, ob die Website die richtigen Menschen erreicht und ihren Zweck erfüllt.
Warum ich Umami Analytics einsetze
Für meine Websites und die meiner Kund:innen hat Umami Analytics im Alltag vor allem diese Vorteile:
- Übersichtlich: Ich finde mich schneller zurecht und kann die Kennzahlen leichter lesen.
- Schlank: Eine einfache Einbindung statt eines für meine Anforderungen unnötig komplexen Setups.
- Open Source: Der Quellcode ist öffentlich zugänglich, die Software lässt sich unabhängig vom Cloud-Angebot des Herstellers betreiben.
- Selbst gehostet: Die Statistik läuft auf meinem Server in Deutschland. Ich kontrolliere den Betrieb und die Zugänge zu den Daten.
Das passt zu meinem digitalen Experiment mit weniger Abhängigkeit von grossen Plattformen. Für meine bisherigen Anforderungen vermisse ich gegenüber Google Analytics nichts.
Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick
Im Standard-Dashboard sehe ich, wie sich die Besuche entwickeln, welche Seiten gelesen werden und woher das Interesse kommt.

Drei Bereiche helfen mir besonders:
- Besucher:innen, Besuche und Seitenaufrufe: Wie viel wird die Website genutzt, und wie verändert sich das?
- Aufgerufene Seiten: Bekommen ein neuer Artikel oder ein bestimmtes Angebot Aufmerksamkeit?
- Besucherquellen: Kommen Menschen über Suchmaschinen, andere Websites oder gekennzeichnete Kampagnenlinks?
Für Newsletter und Anzeigen lassen sich Links mit sogenannten UTM-Parametern kennzeichnen. So kann ich die darüber erfassten Besuche einer Kampagne zuordnen. Ob diese Besuche auch zu Anfragen führen, muss ich zusätzlich prüfen.
Ich muss dafür nicht jede Kennzahl regelmässig auswerten. Die Übersicht hilft mir, eine konkrete Frage zu beantworten und dann wieder an meiner eigentlichen Arbeit weiterzumachen.
Ohne Tracking-Cookies – was bedeutet das?
Umami Analytics verwendet für die normale Besuchsstatistik keine Tracking-Cookies. Damit mehrere Aufrufe zusammengefasst werden können, bildet die Software aus technischen Angaben eine zeitlich begrenzte Kennung.
Diese Kennung ist kein Name und kein persönliches Nutzerkonto. Sie hilft dabei, zusammengehörige Aktivitäten zu erkennen. Dafür wird auch die IP-Adresse verarbeitet, aber nicht als eigenes IP-Feld im normalen Analytics-Datensatz gespeichert.
Cookielos bedeutet deshalb nicht, dass überhaupt keine Daten verarbeitet werden. Auch beim Selbsthosting muss ich darauf achten, welche Angaben in URLs, Ereignissen oder Serverlogs landen.
Für mich heisst datenschutzfreundliche Webanalyse: die Fragen zur Website beantworten, ohne dafür unnötige persönliche Angaben zu sammeln.
Ob eine konkrete Einrichtung eine Einwilligung benötigt, hängt von der tatsächlichen Verarbeitung und den geltenden Anforderungen ab. «Ohne Cookies» allein beantwortet diese Frage nicht.
Wie genau ist die Statistik?
Auch Umami Analytics zählt keine Menschen mit absoluter Genauigkeit:
- Eine Person kann mehrfach erscheinen, etwa wenn sich ihre IP-Adresse ändert.
- Mehrere Personen können zusammengefasst werden, wenn sie dieselbe IP-Adresse und Browserkennung haben.
- Aufrufe oder Klicks können fehlen, wenn Tracking-Anfragen blockiert werden oder fehlschlagen. Eine doppelte Einbindung kann Ereignisse wiederum doppelt zählen.
Google Analytics ist ebenfalls kein fehlerfreier Massstab. Wird es bis zur Zustimmung im Cookie-Banner vollständig blockiert, werden die Besuche der ablehnenden Personen nicht direkt erfasst. Beim erweiterten Consent Mode kann Google auch ohne Analytics-Cookies Messsignale erhalten und unter bestimmten Voraussetzungen fehlende Daten modellieren – also schätzen.
Eine entsprechend eingerichtete Umami-Statistik kann weiterlaufen, wenn jemand andere Dienste im Banner ablehnt. Voraussetzung ist, dass dies rechtlich zulässig ist und das Banner Umami nicht ebenfalls deaktiviert.
Für mich lautet die entscheidende Frage deshalb nicht: Welches Werkzeug liefert die einzig wahre Besucherzahl? Sondern: Reichen die Daten, um sinnvolle Entscheidungen zu treffen?
Für mich und meine bisherigen Kund:innen lautet die Antwort ja. Wer Menschen über mehrere Geräte wiedererkennen oder komplexe Werbeauswertungen mit anderen Systemen verknüpfen möchte, muss genauer prüfen. Mehr Wiedererkennung bedeutet auch mehr Zuordnung – und damit zusätzliche Fragen zur Privatsphäre.
Kontakt-Klicks messen: einfach, aber nicht ohne Einrichtung
Auf meiner Website erfasse ich auch Klicks auf Telefonnummer und E-Mail-Adresse. So sehe ich nicht nur, ob ein Angebot gelesen wird, sondern auch, ob jemand den nächsten Schritt in Richtung Kontakt macht.
Die Einrichtung solcher Ereignisse finde ich mit Umami Analytics unkompliziert. Dafür braucht es allerdings Zugriff auf den Website-Code. Ein Statistik-Konto allein reicht nicht, um beliebige Schaltflächen oder Formulare zu erfassen.
Wichtig bleibt die Einordnung: Ein Telefon-Klick ist noch kein Gespräch, ein Mail-Klick noch keine versendete Anfrage. Die Ereignisse zeigen Interesse, nicht automatisch einen Auftrag.
Website-Statistik, ohne selbst einen Server zu betreiben
Für meine bisherigen Anforderungen ist Umami Analytics eine passende Google Analytics Alternative: Ich verstehe die Auswertung, nutze sie im Alltag und betreibe die Software selbst.
Du möchtest diese Statistik ebenfalls nutzen? Für CHF 60.– pro Jahr und Website übernehme ich die Grundeinrichtung und das Hosting auf meinem Server in Deutschland. Du bekommst ein eigenes Konto zum Ansehen deiner Kennzahlen. Die MWST ist enthalten.
Individuelle Ereignisse wie Kontakt-Klicks oder Formularabschlüsse kommen separat dazu. Ich liefere deiner Webfirma die nötigen Einbauhinweise oder übernehme die Umsetzung nach Aufwand. Dafür muss Zugriff auf den Website-Code bestehen.
Bei meinen Kund:innen mit laufendem Betreuungsauftrag ist die Website-Statistik bereits standardmässig enthalten.